Je kleiner die Poren einer Filtermembran sind, desto feinere Partikel kann sie mechanisch zurückhalten. Genau dieses Prinzip nutzt die neue LOTUS VITA UF-Membran der NATURA PLUS® Serie. Sie hat eine Porengröße von 0,2 Mikrometern und ergänzt den Wasserfilter um eine zusätzliche Filtrationsstufe.
Die vierte Generation wurde vor allem für den KIARA-Standfilter entwickelt.

Ultrafiltration einfach erklärt
UF steht für Ultrafiltration. Im Inneren der Membran befinden sich sehr feine Hohlfasern mit mikroskopisch kleinen Poren. Bei der LOTUS VITA UF-Membran haben diese einen Durchmesser von 0,2 µm, also 0,0002 Millimetern.
Das Prinzip dahinter ist leicht nachvollziehbar: Wasser kann die winzigen Öffnungen passieren, größere Partikel hingegen nicht. Dafür sind weder Strom noch chemische Stoffe erforderlich. Die Schwerkraft reicht aus, um das Wasser durch die Membran zu leiten.
Schwebstoffe sowie entsprechend große Staub-, Rost– und Mikroplastikpartikel können zurückgehalten werden. Gelöste Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium können die Membran hingegen passieren. Die natürliche Mineralstoffzusammensetzung des Wassers bleibt durch diesen Filtrationsschritt weitgehend erhalten.
Die UF-Membran im NATURA PLUS® Filtersystem
Im NATURA PLUS® System treffen verschiedene Filterprinzipien aufeinander. Bevor das Wasser die UF-Membran erreicht, durchläuft es bereits die unterschiedlichen Materialien der Filterkartusche.
Aktivkohle und Ionenaustauscher übernehmen dabei jeweils eigene Aufgaben bei der Wasserfilterung. Hinzu kommt die Mineralisierung mit PiVitalis®. Die UF-Membran ergänzt diese Schritte um eine besonders feine mechanische Filtration.
Befestigt wird sie über ein Klicksystem an der Unterseite der NATURA PLUS® Filterkartusche. So lässt sich die zusätzliche Filterstufe in das bestehende System integrieren. Dafür ist kein separates Filtergerät erforderlich.

Von der Idee bis zur vierten Generation
Ultrafiltration kennt man bereits aus größeren Filtersystemen. Die Herausforderung für LOTUS VITA war, diese Technik auf wenige Zentimeter zu verkleinern. Erst dadurch ließ sie sich in das NATURA PLUS® System integrieren.
Entscheidend dafür sind die Hohlfasern im Inneren der Membran. Sie werden auf engem Raum angeordnet und gefaltet, ihre Enden anschließend in eine Kunststoffmatrix eingebettet. Bei einer nur wenige Zentimeter hohen Membran braucht es eine präzise Verarbeitung. So behalten die empfindlichen Fasern beim Zusammenbau ihre Struktur.
Diese kompakte Bauweise wurde über mehrere Generationen weiterentwickelt. Mit der aktuellen vierten Generation lässt sich die UF-Membran direkt mit der NATURA PLUS® Filterkartusche kombinieren.
Was die UF-Membran im Alltag verändert
Durch die Membran fließt das Wasser langsamer als durch die Filterkartusche allein. Mit der UF-Membran liegt die Filterzeit dadurch bei ungefähr 15 bis 20 Minuten pro Liter.
Beim KIARA-Standfilter lässt sich diese längere Filterzeit gut mit dem Vorratsprinzip verbinden. Im unteren Behälter steht bereits gefiltertes Wasser zur Verfügung, während nachgefülltes Leitungswasser nach und nach gefiltert wird.
Vor dem ersten Gebrauch werden Filterkartusche und aufgesetzte Membran entsprechend der Gebrauchsanleitung von unten gespült. So kann eingeschlossene Luft aus den Poren entweichen und das Wasser anschließend gleichmäßig hindurchfließen.
LOTUS VITA empfiehlt, die UF-Membran alle drei Monate zu wechseln.




